Verfahren
Mediation ist kein Urteil und keine Schiedssprechung. Ich entscheide nicht, wer recht hat. Ich verantworte das Verfahren, in dem die Beteiligten selbst miteinander sprechen und am Ende eine Vereinbarung formulieren, die alle tragen können.
Die Arbeitsbewegung ist verfahrensgeführt: Auftragsklärung, Anliegen aller Seiten in geordneter Form hörbar machen, hinter den Positionen die Interessen sichtbar werden lassen, Lösungsoptionen entwickeln, Vereinbarungen schriftlich festhalten. Der Rahmen ist dabei bewusst eng — klare Regeln der Gesprächsführung, Allparteilichkeit, Vertraulichkeit innerhalb des Verfahrens. Methodisch arbeite ich systemisch und ressourcenorientiert, aber immer am Konflikt entlang, nicht an einer einzelnen Fallreflexion.
Die Anlässe, die ich begleite, liegen im sozialen und institutionellen Sektor: festgefahrene Konflikte in Teams, Spannungen zwischen Leitung und Mitarbeitenden, Rollenkonflikte zwischen Funktionen innerhalb einer Organisation. Mediation setzt voraus, dass alle Beteiligten freiwillig teilnehmen. Ohne diese Bereitschaft ist sie nicht das richtige Verfahren — und eine ehrliche Vorklärung ist Teil der Arbeit.